Auch kleine GmbH’s müssen zukünftig, für jedermann einsehbar, ihre Bilanzen veröffentlichen.

Ab 01.01.2007 gelten für alle offenlegungspflichtigen Unternehmen (AG, Kommanditgesellschaft auf Aktien GmbH’s) eine Reihe gravierender Änderungen.
Diese Unternehmen waren und sind nicht nur zur Erstellung, sondern auch zur Veröffentlichung ihres Jahresabschlusses verpflichtet.

Nach dem 31.12.2006 müssen die Rechnungsunterlagen nicht mehr beim Handelsregister, sondern beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers (Bundesanzeiger Verlagsgesellschaft mbH, Köln) auf elektronischem Wege (Word, Excel- oder XML-Format) eingereicht werden. Nur übergangsweise ist Papierform noch bis 31.12.2009 möglich.
Die Rechnungsunterlagen werden sodann in das neu geschaffene Unternehmensregister eingestellt, wo sie von jedermann im Internet unter „www.unternehmensregister.de“ eingesehen werden können.

Die Offenlegung muß; innerhalb von 12 Monaten nach dem Abschlussstichtag erfolgen. Endet das Geschäftsjahr zum 31.12.06 hat die Offenlegung spätestens zum 31.12.07 zu erfolgen.

Bei Verstöß;en ist nunmehr von Amts wegen ein Ordnungsgeldverfahren einzuleiten, die festzusetzenden Ordnungsgelder bewegen sich zwischen 2.500,00 EUR und 25.000,00 EUR. Das Ordnungsgeld kann abgewendet werden, wenn innerhalb von 6 Wochen nach der Ordnungsgeldandrohung die Rechnungsunterlagen nachgereicht werden.

Zur Überwachung der Offenlegungspflichten wurde eigens das Bundesamt für Justiz, Bonn, geschaffen. Da die Überprüfung „auf Knopfdruck“ erfolgen kann, wird sich die Praxis auf umfassende Überprüfung und Verfolgung von Verstöß;en einstellen müssen.

Mitgeteilt von Rechtsanwalt Hans Georg Hofmann
Fachanwalt für Steuerrecht, Heilbronn-Leingarten