Ab 01.07.07 werden den einzelnen Bürgern Identifikationsnummern, welche die Steuernummern ersetzen, zugeordnet. Damit haben erstmals die Bürger in allen Bundesländern eine Nummer mit demselben logischen Aufbau, die ein Leben lang unverändert und sogar bis zu 20 Jahren nach dem Tode bestehen bleibt. Positiv ist, dass Umstrukturierungen in der Finanzverwaltung sich deshalb nicht mehr auf die Nummer auswirken können.

Vergeben werden die Nummern vom Bundeszentralamt für Steuern, Bonn. Hierfür übermitteln die Meldebehörden zum 30.09.07 für jeden zum Ablauf des 30.06.07 mit Hauptwohnsitz registrierten Einwohner Name, frühere Namen, Vornamen, Ordens-/Künstlername, Tag/Ort der Geburt, Geschlecht und gegenwärtige Anschrift. Die Identifikationsnummer wird dann im Melderegister abgelegt.
Bei einer Geburt oder Zuzüglern ohne Identifikationsnummer übermittelt die Meldebehörde die Daten automatisch dem Bundeszentralamt. Entsprechendes gilt für Änderungen der Daten oder Sterbefälle.

Die Finanzverwaltung ist so über die persönlichen Daten und jeweiligen Wohnsitz des Bürgers laufend informiert. Der Bürger muß; die Nummer den gesetzlichen und privaten Rentenversicherungsträgern mitteilen, die ihrerseits die Alterseinkünfte anhand der Nummer an die Finanzverwaltung weiterreichen müssen. Da die Finanzverwaltung schon heute durch Kontenabrufe, Freistellungsaufträge, EU weite Kontrollmitteilungen und diverse andere Datensammlungen über weitgehende Informationsquellen verfügt, wird die Entwicklung vom Steuerbürger zur bloß;en Nummer fortgesetzt.

Mitgeteilt von RA Hans Georg Hofmann
Fachanwalt für Steuerrecht, Heilbronn-Leingarten